Das Warten hat ein Ende.
Das Warten darauf, dass auch im Jazz jemand den Barenboim, den Thielemann, den Voormann oder auch den Westernhagen macht.
In Sachen „Echo“ verhielt sich unsere kleine Welt mucks-
mäuschenstill.
Das kann die Jazzpolizei nachvollziehen.
Die Entfernung des Echo Jazz zum Echo Pop ist zwar gleich groß wie die vom Echo Klassik zum Echo Pop, aber der Gratismut der Jazzkünstler im Vergleich zu dem derer von und zu Thielemann, Guttenberg und Barenboim, er ist denn doch geringer ausgeprägt.
Der Echo ist tot - auch der Echo Jazz.
Der Jahrgang 2018 läuft sich gerade warm und bekommt deshalb noch eine Gnadenfrist.
„Die Jazz-Preise werden am 31. Mai in Hamburg in kleinerem Kreis ohne TV-Inszenierung verliehen“, teilt der veranstaltende deutsche Phonoverband mit.
Das ist eine gute Nachricht. 
Im Lichte der Erfahrung des Echo Jazz-Jahrgangs 2017 wird sich schon mal für keine Anna-Lena mehr Anlass für einen „Zensur“-Vorwurf ergeben.
Alles gut also?
Der Phonoverband „wird die drei Preise in eine eigene Struktur überführen.
Wie beim Echo Klassik und Echo Jazz, die von Anfang an reine Jury-Preise waren, soll beim neuen Musikpreis auch für den Pop-Bereich die Jury stärker in den Vordergrund rücken.“
Ob das - bei der Erfahrung mit der Echo Jazz-Jury - noch eine gute Nachricht ist?

erstellt: 26.04.18
©Michael Rüsenberg, 2018. Alle Rechte vorbehalten