Tony Williams (1945-1997), mag zwar hin und wieder unfreundlich und mürrisch gewesen sein - aber er hat niemandem die Nase gebrochen, schon gar nicht einem Regisseur, der eine Doku über ihn drehen wollte. Nämliches gilt für Jon Hiseman (viel zu nett), für Bill Bruford (viel zu gebildet) oder auch Mitch Mitchell (1947-2008), den Hendrix-Drummer. Billy Cobham gehörte auch hier her.
Sie alle waren "in den 60er- und 70er-Jahren" auf derselben Baustelle unterwegs wie Peter Edward Baker, genannt Ginger Baker, nämlich in der sich entfaltenden Schnittmenge aus Jazz und Rock.
Inzwischen ist auch in Deutschland "Beware of Mr. Baker" von Jay Bulger angelaufen, worin - bekanntlich - der Doku-Star dem Doku-Regisseur bei laufender Kamera mit dem Krückstock eins aufs Nasenbein gibt.
Die SZ ist berauscht von dem "ausgemusterten Irren" und hängt mal wieder alle Maßstäbe in den Wind. Behauptet etwa, dass Ginger Baker zur fraglichen Zeit  "als einer der furiosesten, konkurrenzlos besten Jazz- und Rockschlagzeuger der Welt galt".
Eine Ausgabe später geht das geschichtslose Staunen über unsere kleine Welt weiter, da zeigt sich ein anderer SZ-Autor "überrascht", dass Pee Wee Ellis ein Weihnachtsalbum veröffentlicht. Ein Weihnachtsalbum - Wahnsinn!
Beware of SZ-...Feuilleton. Wenn´s um Jazz geht.

erstellt: 23.12.13
©Michael Rüsenberg, 2013. Alle Rechte vorbehalten