andrew_marrDer Mann kriegt vor Selbstbewußtsein kaum die Füsse auf den Boden, er hat eine große Klappe - aber, Sonntagsmorgens, nachdem man sich den Observer oder den Sunday Independent geholt hat, bleibt man gern noch eine Weile im Hotelzimmer, um die nach ihm benannte Sendung anzugucken, die Andrew Marr Show.
Ein Pendant dazu, zu dieser Zeit, gibt es im deutschen Fernsehen nicht.
Am 13.03.11 war Gwilym Simcock, 31, bei ihm zu Gast. Nach einem kurzen Ständchen versuchte Marr, 51, sich bei ihm als Szenekenner einzuschmeicheln. Gwilym habe mit seinem ersten Album großen Erfolg, die Leute würden landauf landab zu seinen Konzerten gehen.
Im Ausland, nicht wahr, da kämen doch jede Menge Leute so um die 20 plus zu Jazzkonzerten. "In diesem Land aber", marrt, pardon murrt Andrew, "ohne unfreundlich sein zu wollen - sind´s doch eher die alten fetten Säcke."
Sowas könnte uns im deutschen Fernsehen nicht passieren.

©Michael Rüsenberg, 2011. Alle Rechte vorbehalten