Wird das eine Berner Jazztradition?

Jedenfalls geschah die inoffizielle Übergabe des Staffelstabes sehr informell mit einem Bad in der Aare:
Django Bates (Jazzpiano- und Kompositions-Dozent), der am Fluß lebt, übergibt an Benoît Delbecq, auf Wasserhöhe begleitet von Stefan Schultze (Leiter der Kompositionsabteilung).
De facto startete so das erste „epische Meeting“ zwischen Django und Benoît in der Hauptstadt der Schweiz.
Letzterer ist gerade 60 geworden (was man ihm nicht ansieht).
Ersterer hat im Oktober letzten Jahres die Pensionsgrenze überschritten; er ist inzwischen Eidgenosse, arbeitet nur noch mit halber Stundenzahl und nimmt keine neuen StudentInnen an der Jazzabteilung der Hochschule der Künste Bern mehr an.
Delbecq übernimmt die andere Hälfte und wird ab September 2027 den vollen Job (15 Stunden wöchentlich) antreten, voraussichtlich für fünf bis sechs Jahre.
Der Empfang durch Django und das Team an der Hochschule sei „emotional überwältigend“ gewesen.
Auch Außenstehende dürften applaudieren, dass eine Jazzlehrstätte einen solchen Posten in Folge mit zwei der führenden Pianisten der Gattung in Europa besetzen kann.
Die selbstverständlich - das ist Standard in diesem Berufsfeld - nicht die eigene Ästhetik zum Gegenstand machen, sondern ihre Studierenden beim Suchen & Finden eigener Wege unterstützen. Ein Pianist wie z.B. Florian Favre lässt wirklich gar nichts von seinem einstigen Ausbilder Bates erkennen.
erstellt: 31.07.26
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