Am 3. Oktober 2026 feiert Steve Reich seinen neunzigsten Geburtstag.
Seine Musik wird dann an vielen Orten aufgeführt, in Japan, in Europa, in New York, San Francisco, Los Angeles, „(but) I´m not going anywhere.“
Sagt der Mitbegründer der Minimal Music, einer der einflussreichsten Komponisten des 20./frühen 21. Jahrhunderts.
In der Reihe "9 Songs“ (mit YouTube Clips) nennt er kürzlich dem isländischen Komponisten Ólafur Arnalds neun Stücke, „that left a mark on his life and work.“
Es sind neben Stravinsky, Bach, Bartok, Perotin (1150/1165 - 1200/1225, Mitbegründer der Notre Dame-Schule), Gamelan Musik sowie … Radiohead („Everything is in its right place“, 2000) -
Miles Davis „So What“ (1959), John Coltrane „Africa Brass“ (1961) sowie … „Shotgun“ von Junior Walker (1965).
Er memoriert die Tonarten und zieht interessante Linien aus den jeweiligen tonalen Reduktionen:
„In gewisser Weise weisen das Stück von Miles Davis, das von John Coltrane und dieses von Jr. Walker alle in dieselbe Richtung – nämlich hin zu einem harmonischen Stillstand“.
Von größerer Auswirkung aber waren offenbar Radiohead. Zwei ihrer Stücke inspirierten ihn zu „Radio Rewrite“ (2012).
Deren Gitarristen Jonny Greenwood traf er in Krakau bei dessen Aufführung seiner Komposition „Electric Counterpoint“ (erste Studioaufnahme übrigens 1987 durch Pat Metheny).
erstellt: 17.07.26
©Michael Rüsenberg, 2026. Alle Rechte vorbehalten