Heute ist Münte-Tag im deutschen Feuilleton.

"Herr Müntefering, wir wollen heute über Gefühle reden."
"Einverstanden. Interessant."
SZ am Wochenende.
Die
WELT hebt an zu einer Glosse ("Getz is aber gut"), in der sie die regional nicht schlüssig herzuleitende Eigenart des SPD-Vorsitzenden, "jott" wie "gott" zu intonieren, die der gleichfalls dem Sauerland entstammende Friedrich Merz nicht pflegt, verbindet mit dem neuen koreanischen Kleinwagen "Getz" ("gefertigt aus extrem festem Stahl") und dem in unseren Kreisen berühmtesten Träger dieses Namens, Stan Getz (1927-1991).
Wir können nicht erwarten, dass der
WELT mehr zu ihm einfiele als "seine musikalische Liason mit dem ewigen ´Girl From Ipanema´, Astrud Gilberto", um über "Bossa Nova, zu Deutsch ´Neue Welle´" den Dreiklang mit Franz Müntefering zu vollenden, "der doch den Sozis frischen Schwung geben soll - oder ihnen bei Bedarf auch mal den Marsch blasen?"
"Oa haua haua haua" hätte unser Freund Henry Vahl vom Ohnsorg Theater diesen Pappakkord kommentiert.
Wäre der
WELT zu Stan Getz die Assoziation cool vertraut und noch dazu die SZ am Wochenende bekannt gewesen, so hätte sie manche Antworten des SPD-Vorsitzenden, welche die SZ durch "..." wiedergibt, mit der Haltung von Stan Getz zu einem scharfen Akkord verknüpfen können.
In dieser Hinsicht war
Getz nämlich wirklich gut.


©Michael Rüsenberg, 2004. Nachdruck verboten