…mit seiner Hände Arbeit seinen Ruhm mehren.
Das Entsetzen ist weltumspannend - bis auf sein Label (das in seiner Künstlerbiografie immer noch beim 70. Geburtstag verweilt) berichten viele vom Schicksal des durch zwei Schlaganfälle behinderten Pianisten.
Selbst die Griechen, heißt es, hätten kein größeres Drama schreiben können.
So gut wie niemand greift hingegen Jarrett´s Selbsteinschätzung aus dem Artikel der New York Times auf.
"Ich fühle mich wie der John Coltrane der Klavierspieler. Alle, die nach ihm das Horn spielten, zeigten, wieviel sie ihm schuldig waren. Aber es war nicht ihre Musik. Es war einfach eine imitierende Sache.“
dr pic hat die Selbstermächtigung, die aus diesen Zeilen spricht, erkannt und - Achtung Satire! - zwei Twitteraccounts von Pianisten gehackt, die sich von diesem Verdikt durchaus getroffen fühlen könnten.
jarrett


 

 

 

 

 

 

Man wüsste zu gerne, was denn „the real“ Bobo Stenson, „the real“ Brad Mehldau,
aber auch Kris Davis, Vijay Iyer, Fred Hersch, Gonzalo Rubalcaba, Kaja Draksler, Marc Copland, Joachim Kühn und und und… von dieser Kollegenschelte halten.

erstellt: 26.10.20
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