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Der nachhaltigste Glückwunsch zum Achtzigsten von McCoy Tyner (11.12.18) ist die Analyse seines Klavierstils durch Ethan Iversion in seinem Blog Do the M@th)
Etwas Gescheiteres wird man kaum außerhalb von zwei Buchdeckeln finden.
Der ex Bad Plus-Pianist führt eine ganze Parade schreiend komischer Rezensionen aus den 60er Jahren auf:
„…he can be as dull as Hancock“ (er kann so genauso öde spielen wie Hancock) und schließt mit einem Verweis auf alleine sechs verschiedene Tyner-Soli von „Impressions“ und sieben von „Mr. P.C.“: Audio-Beispiele!
In einer neuen Kolumne seines Blogs („Received Wisdom“) wendet er sich zwei Helden der Gegenwart zu.
Einmal dem jazzenden Schauspieler Jeff Goldblum und dessen Solo über „Cantaloup Island“:
„Als Jazzstudent möchte man wohl lieber nach Freddie Hubbard und Herbie Hancock klingen als nach Jeff Goldblum“.
Auch wendet er sich Kamasi Washington zu, wenn auch in einem freundlicheren Ton.
Zwar mögen pure Jazzelemente bei ihm „eher unverdaut“ scheinen, aber er könne schon nachvollziehen, dass diejenigen, denen „groovy 70´s discs“ unvertraut sind, den Herrn Kamasi aufregend finden.

erstellt: 20.12.18
©Michael Rüsenberg, 2018. Alle Rechte vorbehalten